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26 Jan. 2010
 
Investorenumfrage: Slowakei für heimische Investoren attraktiv
Laut aktueller Karmasin Studie würden 90 Prozent der österreichischen Investoren den Schritt über die Grenze wieder wagen
 
„Zu den Kernkompetenzen der Wirtschaftskammer zählt der Aufbau grenzüberschreitender Wirtschaftskooperationen. Damit fördern wir die wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum in der Region, wovon letztlich alle Unternehmen profitieren“, sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Seit 2002 fördert die WK Wien gemeinsam mit der Kammer Bratislava in eigenen Projekten und Initiativen den Raum Wien-Bratislava, der zu den dynamischsten Europas zählt. „Wir sind eine Kooperation mit einem besonderen Land eingegangen, dass im vergangenen Jahr ein Wachstum von sieben Prozent aufweist und laut Prognosen 2009 ein Wachstum von über vier Prozent haben wird“, sagt Jank. „Angesichts der aktuellen Lage ist es gut, mit einem solch starken Partner wirtschaftlich eng verflochten zu sein.“

Mittlerweile sind rund 1600 österreichische Unternehmen in der Slowakei vertreten. Die Präsenz reicht von geringfügigen Unternehmensbeteiligungen über Vertriebsniederlassungen bis zu im 100prozentigen Eigentum österreichischer Firmen stehende Niederlassungen. Hinter Deutschland und den Niederlanden ist Österreich der drittgrößte Investor. Vor allem die österreichischen Banken, Versicherungen und Technologiekonzerne sind in der Slowakei aktiv. Besonders stark sind die Wiener Betriebe: zwei der insgesamt drei Mrd. Euro österreichischer Investitionen kommen aus Wien, 28 Prozent der slowakischen Importe stammen aus der Bundeshauptstadt und 30 Prozent der Einfuhren nach Österreich finden ihren Abnehmer in Wien.

Um die österreichischen Unternehmen bei der Markterschließung weiterhin erfolgreich beraten bzw. die Rahmenbedingungen in der Slowakei besser beurteilen zu können, hat das Marktforschungsinstitut Karmasin Anfang November im Auftrag der WK Wien 130 Manager heimischer Niederlassungen in der Slowakei zu Wirtschaftslage, Standort- und sonstigen Rahmenbedingungen befragt.
Überraschend war, dass die auf deutsch und slowakisch gestellten Fragebögen zu 70 Prozent auf slowakisch beantwortet wurden. Das zeigt, dass die österreichischen Unternehmer ein großes Vertrauen in die slowakischen Mitarbeiter haben und ihnen die Geschäftsführung der Niederlassungen in der Slowakei zu einem überwiegenden Anteil überlassen.


Ergebnisse der Karmasin Studie
Investitionen in der Slowakei